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Freiburger neuer politischer Geschäftsführer der Piratenpartei Baden-Württemberg

Der frischgewählte politische Geschäftsführer der Piratenpartei Baden-Württemberg, Martin Lange, während der Kandidatenvorstellung - CC-BY-SA 2.0: Bastian Haas

Der frischgewählte politische Geschäftsführer der Piratenpartei Baden-Württemberg, Martin Lange, während der Kandidatenvorstellung - CC-BY-SA 2.0: Bastian Haas

In Heidenheim an der Brenz setzte sich am gestrigen Samstag der 27-jährige Martin Lange gegen vier weitere Kandidaten als neuer politischer Geschäftsführer der Piratenpartei Baden-Württemberg durch. Der Physikstudent aus Freiburg hat sich bislang vor allem in der Pressegruppe des Landesverbandes eingebracht. In seiner Amtszeit möchte er sich besonders dafür einsetzen die politische Arbeit im Landesverband zu beleben: »Ich möchte unser Programm in konkrete Forderungen gießen und die Politik verändern – auch ohne parlamentarische Präsenz.«

Der bisherige Vorsitzende des Kreisverbandes Rastatt/Baden-Baden Lars Pallasch aus Bühl wurde mit 60 Prozent der Stimmen zum neuen Vorsitzenden des Landesverbandes gewählt, nachdem der Denzlinger André Martens nach zwei Jahren als Landesvorstand nicht erneut kandidiert hat. Der 35-jährige verheiratete Familienvater und Informatiker ist „Head of Business Development“ bei einem Karlsruher Technologieunternehmen. In seiner Rede forderte er vom kommenden Landesvorstand mehr Engagement im Bereich der Öffentlichkeitsarbeit sowie der Mitgliedermotivation. Er fand lobende Worte für die Arbeit des scheidenden Vorstands, mahnte aber die Mitglieder zu vermehrter Mitarbeit.
Stellvertretende Vorsitzende wurde die bisherige Beisitzerin Ute Hauth mit ebenfalls ca. 60 Prozent der Stimmen. Die Diplom-Informatikerin (FH) möchte weiterhin insbesondere die Kommunikation der Piraten innerhalb des Landesverbands verbessern.
Als Schatzmeister ist Christoph Schönfeld, 27-jähriger CNC-Dreher aus Burladingen bei Balingen mit 84 Prozent gewählt worden. Er ist amtierender Schatzmeister des Bezirksverbandes Tübingen und wird dessen Finanzen auch übergangsweise weiterhin verwalten.
Neuer Generalsekretär ist Christian Schwarz, Software-Entwickler aus Karlsruhe. Er bekam 90% der Stimmen und wird vor allem die Umstellung der internen Mitgliederverwaltung auf ein neues Softwaresystem einleiten.
Marco Geupert, 30 Jahre, Krankenpfleger aus Heidenheim bekam bei der Wahl zum Beisitzer 83 Prozent der Stimmen. Sebastian Staudenmaier, 21 Jahre, Informatikstudent aus Schwäbisch Gmünd, bisher Ersatzrichter am Landesschiedsgericht, wurde mit 51 Prozent der Stimmen ebenfalls zum Beisitzer gewählt.
Das neue und alte Landesschiedsgericht besteht aus Stefan Urbat, Marco Hauke und Bastian Haas.
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Die Bedeutung von ACTA wird selbst im Europaparlament nicht verstanden

Dies ist eine Pressemitteilung der Freiburger Piraten

ACTA Demonstration am Samstag,  den 25. Februar 2012 in Freiburg - CC-BY: Florian Tönnies
ACTA Demonstration am 25. Februar – CC-BY: Florian Tönnies

Die etablierten Parteien haben nach Ansicht der Piratenpartei die Bedeutung des Antipiraterie-Abkommens ACTA und die Ziele der Protestbewegung noch immer nicht verstanden. Laut dem CDU-Abgeordneten des Europaparlaments für die Region Südbaden, Andreas Schwab, ändere sich durch ACTA in Deutschland nichts. Der Vertrag sei nur dazu da, Immaterialgüterrechte auch in Schwellenländern durchzusetzen. Am vergangenen Samstag fanden sich jedoch wieder mehrere hundert Bürger auf dem Augustinerplatz ein, um gegen das Handelsabkommen ACTA zu demonstrieren. Zeitgleich gab es in etwa 50 weiteren deutschen Städten Proteste gegen die Vereinbarung.

Abgeordnete wie Schwab übersehen wesentliche Probleme des Abkommens. In Entwicklungsländern wird durch ACTA der Zugang zu günstigen Medikamenten – so genannten Generika – erschwert werden. Dadurch wird die medizinische Versorgung verschlechtert und es werden Menschenleben gefährdet.
»Es kann nicht im Sinne christlicher Politik sein, dass Menschenleben zu Gunsten industriefreundlicher Lobbypolitik geopfert werden. Doch genau das passiert aktuell bei ACTA«, meint Florian Zumkeller-Quast, Bundesvorsitzender der Jungen Piraten. »In Deutschland zementiert dieser Vertrag das veraltete Urheberrecht und verbaut damit die Chance, ein modernes, dem dritten Jahrtausend angemessenes Urheberrecht zu schaffen.

Hier wird wieder einmal mit mangelnder Sachkenntnis in die Lebenswirklichkeit von Bürgern, inbesondere von jungen Menschen, schmerzhaft eingegriffen«, fügt Zumkeller-Quast, Kandidat für den Wahlkreis Breisgau bei der Landtagswahl 2011, hinzu.
Die Piraten möchten die neuen Medien als Chance begriffen wissen, anstatt alte Geschäftsmodelle auf Kosten der Allgemeinheit am Leben zu erhalten. »Es ist nicht die Aufgabe des Staates, Geschäftsmodelle, die am Markt keinen Erfolg haben, abzusichern und damit für den Profit Einzelner zu sorgen«, erklärt Zumkeller-Quast.
Die Piratenpartei setzt sich für eine breite Diskussion über die Modernisierung des Urheberrechts ein und will dafür die demokratischen Eigenschaften des Netzes stärken.

Stammtisch der Piraten Freiburg / Planung der Anti-ACTA-Demonstration am 25.02.2012

23. Februar 2012 Keine Kommentare

Liebe Piraten und Pirateninteressierte,

heute, Donnerstag den 23.02.2012 um 19 Uhr gibt es wieder den Stammtisch der Piraten der Piraten in Freiburg in der Pizzeria Ochsenbrugg am Freiburger HBF. Ein zentrales Thema wird die Planung der Demo am kommenden Samstag sein. Da es aus diesem Grund viele neue Gesichter geben wird und wir noch viele – auch einmalige – Unterstützung benötigen, ist dies ein perfekter Stammtisch, um uns zum Ersten mal kennen zu lernen. Wir freuen uns auf Alle, die zum ersten Mal kommen, seit langer Zeit mal wieder dabei sind und natürlich auch auf die regelmäßigen Gäste.

Auf eine erfolgreichen Planungsstammtisch… 😀

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Hunderttausende zeigen europaweit Flagge gegen ACTA

11. Februar 2012 3 Kommentare

In mehr als 50 deutschen und über 200 europäischen Städten gingen am heutigen Samstag Bürger gegen das Anti-Piraterie-Abkommen ACTA auf die Straße. Allein in Deutschland beteiligten sich über 100.000 Menschen an den Demonstrationen. Dabei warnten fast überall Mitglieder der Piratenpartei in Redebeiträgen vor den Gefahren, die von ACTA ausgehen würden.

»Wir müssen die Freiheit der Kommunikation verteidigen und das Thema aus der Netzcommunity heraus direkt in das Herz der Gesellschaft bringen. ACTA geht alle Menschen etwas an. Viele wissen das noch gar nicht und müssen unbedingt darüber aufgeklärt werden«, so André Martens, Vorsitzender der Piratenpartei Baden-Württemberg.

ACTA Demo in Freiburg

ACTA Demo in Freiburg

Die rege Beteiligung an den Protesten über Partei- und Landesgrenzen hinweg zeigt eindeutig, dass die Freiheit im Internet – und nicht nur dort – für viele Menschen eine hohes und schützenswertes Gut ist. Zwar haben weltweit bereits 33 Staaten das Abkommen unterzeichnet, doch wurde es noch in keinem Land ratifiziert. Im 21. Jahrhundert haben Vertragswerke wie ACTA, die die individuellen Informationsrechte einschränken, ihre Daseinsberechtigung verloren. Gesetze und Regelungen können und dürfen in Zukunft nicht mehr hinter verschlossenen Türen verhandelt und über die Köpfe der Bürger hinweg umgesetzt werden.

Bereits im Vorfeld der Protestaktionen hatte das Auswärtige Amt nach Bedenken aus dem Bundesjustizministerium angekündigt, ACTA »vorerst« nicht zu unterzeichnen. Nun solle das Europaparlament entscheiden, ob es ACTA will oder nicht. Die PIRATEN lehnen die internationale Zementierung überholter Geschäftsmodelle auf Kosten eines freien Internets grundsätzlich ab und fordern stattdessen ein zeitgemäßes Urheberrecht.

Die größten Protestaktionen fanden in Deutschland statt. Die meisten Gemeinden duldeten trotz des für Demonstrationen geltenden Vermummungsverbots sogar die bekannten Guy-Fawkes-Masken, die als Symbol der Macht des Internets gelten.

Bis ACTA »ad acta gelegt« ist, wird die Piratenpartei auch weiterhin in allen Ländern zu Protesten aufrufen.

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Piraten stehen am Wochenende Rede und Antwort

22. September 2011 Keine Kommentare

Am Wochenende werden wir Freiburger Piraten anlässlich der Berliner Abgeordnetenhauswahl und anlässlich des Papstbesuches einen Infostand in der Freiburger Innenstadt veranstalten. Dazu unsere Pressemitteilung:

Am vergangenen Sonntag haben die Piraten in Berlin mit einem phänomenalen Ergebnis von 8,9 % ihren ersten Landtag „geentert“. Die ständig steigenden Wahlergebnisse zeigen, dass die bislang wenig beachteten Piraten zu einer ernstzunehmenden politischen Größe heranwachsen.

Deshalb werden die Freiburger Piraten allen Bürgern diesen Samstag und Sonntag in der Innenstadt Rede und Antwort stehen. Sie werden über ihre Partei, Politikverständnis und ihre Inhalte – speziell zum Thema Kirche und Staat – informieren.

Am 24. oder 25. September kann man sie an ihrem Infostand zwischen dem Café Aspekt und dem KG II (Ecke Bertoldstraße/Niemensstraße) zwischen 9 und 18 Uhr besuchen.

Wir freuen uns auf zahlreiche interessierte Gäste!

Piraten schlossen sich kritischer Demonstration anlässlich des Papstbesuchs an

19. September 2011 Keine Kommentare

Nächstes Wochenende ist es soweit: Die apostolische Reise von Benedikt XVI. endet in Freiburg. Dort wird er sich unter anderem mit Altkanzler Helmut Kohl und Vertretern des Zentralkomitees der deutschen Katholiken treffen sowie Gebetsgottesdienste und Zeremonien abhalten. Doch eine Woche zuvor wurden kritische Stimmen laut.

Das SchwuLesBi-Referat des u-asta der Universität Freiburg und die Juso Hochschulgruppe Freiburg riefen anlässlich des Staatsbesuchs von Papst Benedikt XVI. am 17. September zu einer kritischen Demonstration auf. Dieser schlossen sich unter anderem die Linke, das Bündnis Freiburg ohne Papst und wir Piraten an.

Die Veranstalter legten ihr Hauptaugenmerk auf die Ablehnung von Kondomen und anderen Verhütungsmaßnamen, die fehlende Gleichstellung von Mann und Frau in der katholischen Kirche und die ablehnende Haltung gegenüber Bi- und Homosexualität.

Wir wenden uns generell nicht gegen den Papst, dessen Besuch in Freiburg oder die katholische Kirche, sondern kritisieren verschiedene Punkte am Papstbesuch und der Haltung des Papstes und der Kirche zu verschiedenen Themen. Dies betrifft nicht nur die Geschlechter-, die Lesben- und Schwulenpolitik, sondern speziell im Fall des Papstbesuchs auch die finanzielle Unterstützung der katholischen Kirche durch den Staat.

Wir fordern zudem eine klare Trennung von Kirche und Staat, die Entfernung jeglichen Religionsbezugs aus der Landesverfassung, keine Anbringung religiöser Symbole an öffentlichen Gebäuden und einen kostenlosen Kirchenaustritt.

Die Piraten sehen die Religions- und Glaubensfreiheit als unverhandelbares Grundrecht an und lehnen darum nicht Religionen oder Kirchen im Allgemeinen ab, sondern deren Verquickung mit dem Staat und deren Privilegien gegenüber anderen vergleichbaren Einrichtungen.

Wer sich über unsere Positionen weiter informieren möchte, ist herzlich eingeladen, uns am kommenden Wochenende an unserem Infostand in Freiburg zu besuchen. Details dazu werden in einigen Tagen hier veröffentlicht.

Piratenpartei Bezirksverband Freiburg wählt neuen Vorstand – Rauno Schaal politischer Geschäftsführer

12. Juli 2011 1 Kommentar

Am 09. Juli fand der erste Bezirksparteitag im Jahr 2011 des Bezirksverbands Freiburg der Piratenpartei Deutschland im Hotel Hirt in Deißlingen statt. Es trafen sich 18 Mitglieder der Piratenpartei, um unter anderem einen neuen Vorstand für den Bezirksverband Freiburg zu wählen.

Nach dem Tätigkeitsbericht des bisherigen Vorstandes und der folgenden Entlastung wurde nach kurzer Debatte beschlossen, den Vorstand auf sieben Mitglieder zu vergrößern. Er besteht nun aus den folgenden Personen:

  • Vorsitzender: Tobias Zawisla (21) – Villingen-Schwenningen
  • Stellv. Vorsitzende: Annette Linder (27) – Gutach im Breisgau
  • Schatzmeister: Martin Junk (18) – Kenzingen
  • Bezirksekretär: Marco Rosenthal (32) – Gutach im Breisgau
  • Politischer Geschäftsführer: Rauno Schaal (27) – Freiburg
  • Beisitzer: Daniel Götz (20) – Offenburg
  • Beisitzer: Michael Kiai (42) – Tuttlingen

Der neue Vorstand des Bezirksverbands Freiburg v. l. n. r.: Martin Junk, Michael Kiai, Daniel Götz, Marco Rosenthal, Annette Linder und Tobias Zawisla. Rauno Schaal wurde in Abwesenheit gewählt (CC-BY-SA 2.0 Bastian Haas).

Der Vorstand möchte in der kommenden Amtsperiode insbesondere mit den Vorbereitungen zur Kommunalwahl beginnen und die begonnene Arbeit in der Strukturierung und Professionalisierung der politischen Arbeit im Bezirksverband weiterführen.

Uniwahlen 2011 – Geht wählen!

Morgen sind Uniwahlen. Die Wahlbeteiligung blieb bisher leider meistens unter 20%. Deshalb möchten wir von der Piratenpartei kurz erklären, worum es bei der Wahl geht und schließen die Bitte an: „Geht wählen! Demokratie lebt vom Mitmachen.“

Warum im Gegensatz zu den früheren Jahren die Wahl des AStAs diesmal ungleich wichtiger ist, erklärt nun Florin Godard, Pirat und Informatik-Student aus Freiburg in einem Gastbeitrag:

Am Dienstag, den 5. Juli sind Uniwahlen. Gewählt werden die Fakultätsräte und der AStA (Allgemeiner Studierendenausschuss). Während die Fakultätsräte auch bei wichtigen Entscheidungen mitentscheiden dürften, fristet der AStA bisher ein Schattendasein. Er darf sich prinzipiell, seit die Verfasste Studierendenschaft 1977 abgeschafft wurde, nur zu sozialen, geistigen, musischen und sportlichen Belangen der Studierenden äußern.

Das soll sich jetzt aber ändern. Die grün-rote Landesregierung hat versprochen, die Verfasste Studierendenschaft wieder einzuführen. Deswegen ist es jetzt wichtig, dass die gewählten Vertreter dafür sorgen, dass die bisher eher schwach ausgeprägte Hochschuldemokratie in die richtigen Bahnen gelenkt wird und dass viel mehr Studierende als bisher überhaupt wählen gehen wollen.

Mein Eindruck ist, dass viele Studierende das System der Hochschuldemokratie nicht verstehen oder keine Auswirkungen ihrer Wahl beobachten können und deswegen nicht wählen gehen.

Lizenz: Dieser Text und die Grafik können (z.B. bei Wikipedia) frei verwendet werden.

Dieses System darf nicht einfach in die Verfasste Studierendenschaft übernommen werden. Zum einen ist die Vollversammlung als höchstes Gremium de facto nie beschlussfähig, zum anderen bilden die Fachschaftenkonferenz, der Vorstand und die Vertreter des Buf im Senat ein Rätesystem, das durch das imperative Mandat der Vertreter die Meinungspluralität der Studierenden nicht vertreten kann und jeder Student ein unterschiedliches Stimmgewicht hat.

Unsere Hochschule braucht ein transparentes System, in dem jedem Studierenden klar ist, was er mit seiner Stimme bewirkt. Die buf-Listen treten mit Argument an, dass das u-Modell die einzige Möglichkeit ist, eine legitimierte Vertretung der Studierenden aufzubauen und zu erhalten. Das war bisher der Fall und wird sich jetzt aber ändern.

Die Buf-Listen treten außerdem mit streng 50:50 nach Geschlechtern quotierten Listen an. Wir Piraten lehnen Quoten ab, da sie die Wirklichkeit nicht abbilden können. Es gibt schließlich nicht nur zwei Geschlechter, zum anderen ist die Verteilung unter den Studierenden nicht 50:50. Die Universität geht leider noch vom Zwei-Geschlechter-Modell aus und gibt für das WS 2010/11 eine Zahl von 11732 weiblichen gegenüber 10303 männlichen Studierenden an. Warum sind Männer also auf den Listen überrepräsentiert? Warum wird nicht nach Haarfarbe quotiert? Nach Körpergröße? Eine Quote täuscht daher eine Gleichberechtigung vor, die sie in Wirklichkeit nie umsetzen kann.

Wahlprogramme

Da die Buf-Listen absichtlich kein Wahlprogramm vertreten und eine reine Personenwahl vollziehen, da alles basisdemokratisch im Semester beschlossen werde, kann man diese auf dieser Ebene nicht beurteilen.
Außerdem treten noch die Liberale Hochschulgruppe, der RCDS (Ring Christlich-Demokratischer Studenten) und die Juso-Hochschulgruppe an.

Bei den parteinahen Hochschulgruppen besteht möglicherweise das Problem, dass die Programme von den Parteien bestimmt werden und daher nicht zwingend die Interessen der Studierenden vertreten werden. Außerdem haben Parteien über die Landespolitik bereits Einfluss auf die Hochschule, daher ist fraglich, ob sie auch in den inneren Gremien der Hochschule mitreden sollten.

RCDS: Das einseitige (!) Wahlprogramm bietet außer der Forderung nach der Abschaffung des Veggie Day zu wenig Fleisch, als dass man sich ernsthaft damit beschäftigen könnte.

Bei den anderen zur Wahl antretenden Hochschulgruppen kann man dagegen von einem richtigen Programm reden.
Die Juso-HSG fordert beispielweise, die Gleichberechtigung weiter auszubauen und setzt dabei auch nur auf das Zwei-Geschlechter-Modell. In dem zehnseitigen Wahlprogramm finden sich viele Punkte, die über die reine Hochschulpolitik hinausgehen, wie ein Punkt zur allgemeinen Wohnpolitik. Das Semesterticket möchte sie zuerst landesweit und schließlich auch „auf ausgewählten Strecken“ in InterCity-Zügen gültig sehen.
Insgesamt kann man in dem Programm stellenweise sehr deutlich die SPD-Handschrift erkennen, einzelne Punkte greifen etwas zu weit, im Ganzen ist das Wahlprogramm meiner Meinung nach aber vernünftig.

Die liberale Hochschulgruppe möchte, nach ihren liberalen Prinzipien mit größtmöglicher Freiheit für jeden Studierenen, unter anderem die Anwesenheitspflicht in Vorlesungen abschaffen und die Bachelorregelstudienzeit auf acht Semester erhöhen. Für die Verfasste Studierendenschaft fordert sie, dass sie „demokratisch legitimiert ist, in der es Gewaltenteilung und Transparenz gibt, die pluralistische Meinungen aus der Studierendenschaft widerspiegelt und dabei handlungsfähig bleibt.“ Hier kommt sie meiner Vorstellung von einer Hochschuldemokratie sehr nahe. Sie fordert ebenfalls, die unsägliche Attestregelung abzuschaffen. Genaueres findet man im kompletten Wahlprogramm.

Die Wahlräume für jede Fakultät finden sich hier: http://www.u-asta.uni-freiburg.de/politik/uniwahlen/fakzu

Deswegen geht bitte zur Wahl. Was ihr wählt, ist euch natürlich freigestellt, ich hoffe ich habe euch mit meinem Post ein paar Denkanstöße geliefert.

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Klein, aber fein – „Freiheit statt Angst!“-Demo in Freiburg

27. Juni 2011 1 Kommentar

Auch wenn sie mit ca. 80 Teilnehmern nicht sonderlich groß war, sorgte die „Freiheit statt Angst!“-Demo für Aufmerksamkeit in Freiburgs Innenstadt, als sie letzten Samstag kurz nach 18:00 Uhr vom Augustinerplatz über den Platz der Alten Synagoge in Richtung Rathausplatz führte.

Unter den Demonstranten, die Parolen wie „Stoppt den Überwachungswahn! Freiheit statt Angst!“ oder „Wir sind hier, wir sind laut, weil man uns die Freiheit klaut!“ zum Besten gaben, waren vor allem Mitglieder des Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung (AK Vorrat), dem Initiator der Veranstaltung, und der Piratenpartei, die als Mitorganisator auftrat.

Auf dem Rathausplatz wurden im Anschluss an den Zug drei Reden gehalten. Der erste Beitrag kam vom Piraten Michael Kleiser, der in einem Potpourri der Überwachungstechniken Themen wie Vorratsdatenspeicherung, Online-Durchsuchung oder INDECT erläuterte, den Datenstriptease, der mit der Beantragung von Hartz IV einhergeht, anprangerte und vor dem Missbrauchspotential gespeicherter Daten warnte.

Der darauffolgende Redner war Teil der Fussballfanszene und berichtete über die dort gängige Überwachung der Fans mit Hilfe von Kameras und seit neuestem auch mit Hilfe von Richtmikrofonen durch die Polizei. Außerdem berichtete er, es werde immer häufiger gefordert, dass personalisierte Eintrittskarten eingeführt werden sollen. In manchen Ländern müsse man bereits jetzt als Fussballfan diverse persönliche Daten preisgeben, um überhaupt in den Besitz eines Tickets zu gelangen. Die Verbunddatei „Gewalttäter Sport“ und die in Baden-Württemberg seit 2005 bestehende Arbeitsdatei für „Szenekundige Beamte (SKB)“, kurz „SKB-Datenbank“, wurden ebenfalls genannt. Hier führte der Redner unter anderem an, dass man teilweise schon wegen Lappalien in einer solchen Datei landen könne und die Betroffenen darüber nicht informiert werden würden.

Zuletzt sprach Jonathan Nowak vom AK Vorrat. Seine Rede drehte sich um den Zensus 2011, wobei er unter anderem über allgemeine Probleme und den aktuellen Stand der Volkszählung berichtete. Zudem warnte er vor dem potentiellen Missbrauch der gesammelten Daten.

Wir Piraten sind froh, dass die Demo so reibungslos und friedlich abgelaufen ist, und möchten uns bei allen Demoteilnehmern, den Rednern und vor allem beim AK Vorrat für die Realisierung dieser „Freiheit statt Angst!“ bedanken.

„Atomkraft Schluss!“

27. Mai 2011 Keine Kommentare

Während die von der Bundeskanzlerin Angela Merkel beauftragte „Ethikkommission für eine sichere Energieversorgung” am morgigen Samstag, den 28. Mai, zu ihrer Abschlusssitzung zusammenkommt, ruft ein breites Bündnis von Mitgliedern aus Umweltverbänden, Anti-Atom-Initiativen und Gewerkschaften unter dem Motto „Atomkraft Schluss!“ in über 20 deutschen Städten zu großen Demonstrationen für den Atomausstieg auf.

In Freiburg finden am Samstag ab 13:00 Uhr auf dem Stühlinger Kirchplatz hinter der Herz-Jesu-Kirche ebenfalls Kundgebungen sowie kulturelle und musikalische Beiträge statt. Die inhaltlichen Schwerpunkte liegen hierbei neben dem bundesweiten Ausstieg aus der Atomkraft, vor allem auf der Stilllegung der Atomkraftwerke in Fessenheim (Frankreich), Leibstadt und Beznau (beide Schweiz).

Mitglieder der Piratenpartei aus Emmendingen und Freiburg schließen sich diesem Aufruf an und werden auch an der Demonstration teilnehmen.