Archiv

Autor Archiv

“Freiburg zeigt Flagge” gegen Atompolitik

26. Oktober 2010 Keine Kommentare

Zeitgleich zum bundesweiten Castorstrecken-Aktionstag veranstaltete letzten Samstag, den 23. Oktober, das überparteiliche Bündnis „Freiburg zeigt Flagge gegen Atomkraft“ ebenfalls einen Aktionstag.

URANgela

Landtagskandidat für Freiburg I, Fabian "Cruel" Baur und seine URANgela

Das Bündnis – bestehend aus politischen Parteien und den unterschiedlichsten Organisationen und Gruppierungen (s.u.) – lud zu einer Kundgebung auf den Augustinerplatz ein. Im Vorfeld machten einige Bündnismitglieder mit Infoständen in der Innenstadt auf das Thema aufmerksam.

Auch wir Freiburger Piraten – mit tatkräftiger Unterstützung der Elzpiraten – waren mit von der Partie und boten den Bürgern die Möglichkeit, sich fundiert über unser Umwelt- und Energieprogramm zu informieren.

Auch die Themen Abgeordnetenbestechung / Initiative 108e sowie URANgela fanden großen Anklang bei den Freiburgern.

CC-BY-SA: M. Rosenthal

Der Einladung zur Kundgebung gegen die derzeitige Atompolitik, insbesondere gegen die von der schwarz-gelben Bundesregierung Anfang September beschlossene Laufzeitverlängerung, folgten etwa 1.500 Bürger. Kurz nach 13:00 Uhr eröffnete Claude Kuhnen vom Kreisverband Freiburg Bündnis 90/Die Grünen offiziell die Veranstaltung; es folgten Reden von Axel Mayer (BUND-Geschäftsführer für die Region südlicher Oberrhein), Edith Sitzmann (Bündnis 90/Die Grünen, MdL), Elke Brandes (BUND Stadtkreisgruppe Freiburg) sowie Walter Krögner (SPD, MdL).

Auch unser Landtagskandidat für Freiburg II, André Martens, hielt eine Rede und prangerte darin die von Intransparenz und Lobbyismus geprägte Laufzeitverlängerung an. Diese bedeute mehr Atommüllproduktion mit weiterhin ungeklärter Endlagerung, Umweltbelastung und das generelle Risiko, welches vom Betrieb der teils überalterten Anlagen ausgeht. Vor allem bedeutet es auch eine Ausbremsung des Ausbaus erneuerbarer, umweltfreundlicher Energien.

Als Abschluss gab es eine friedliche Demonstration durch die Freiburger Innenstadt, um schließlich am Konzerthaus vor der Wiwili-Brücke mit einer kleineren Kundgebung den offiziellen Teil des Aktionstags zu beenden.

urangela.de      urangela.de
Die Freiburger Piraten rufen weiterhin alle Bürgerinnen und Bürger dazu auf, auch in Zukunft Flagge zu zeigen – sei es auf Demos, Aktionen oder auf dem Balkon, sei es in Gesprächen mit Freunden und Bekannten oder bei der Wahl des Strom-Anbieters: den Atomausstieg können wir nämlich auch selbst machen!

Bilder und Videos:

Bündnispartner:


Bilder auf dieser Seite ohne Nennung: CC-BY-Sa 3.0 André Martens / Piraten Freiburg

Aufruf zur Kundgebung – „Stuttgart 21 lässt sich nicht durchknüppeln“

1. Oktober 2010 3 Kommentare

Der Bezirksverband Freiburg der Piratenpartei Deutschland ist heute dem überparteilichen “Freiburger Bündnis” beigetreten, zur Solidarisierung mit der Bürgerprotestbewegung in Stuttgart um das umstrittene Projekt Stuttgart 21 und als klarer Protest gegen den indiskutablen, eskalierenden und unverhältnismäßigen “Umgang” der Polizei bzw. des Innenministeriums mit den friedlichen Demonstranten in Stuttgart.

CC BY-NC-SA (3.0) Christoph Hermann

Wie zuvor bereits der Landesverband Baden-Württemberg der Piratenpartei Deutschland, fordert auch das Freiburger Bündnis den Rücktritt von Innenminister Rech und zudem auch den Rücktritt des mitverantwortlichen Polizeipräsidenten Stumpf.

Im Rahmen des Freiburger Bündnisses ruft auch der Stammtisch der Freiburger Piraten zur morgigen Protest-Kundgebung am Regierungspräsidium (Basler Hof, Kaiser-Josef-Straße)
 um 12.00 Uhr auf.

Im folgenden die gemeinsame Pressemitteilung:

Aufruf zur Kundgebung – „Stuttgart 21 lässt sich nicht durchknüppeln“

Die Proteste gegen die Abholzung des Stuttgarter Schlossparks – Teil der Vorbereitungen für Stuttgart 21- wurden am Donnerstag gewalttätig auseinandergetrieben. 
Ohne Not griff die Polizei die Besetzer des Schlossparks – darunter Senioren und Schüler – mit Reizgas, Wasserwerfern und Prügel an. Es gab 360 (!) Verletzte, eine nie dagewesene Zahl von Opfern bei einem Polizeieinsatz.


Reizgas und Wasserwerfer dürfen keine Einsatzmittel gegen friedliche Demonstranten und bürgerlichen Widerstand!
 Wir solidarisieren uns mit der Protestbewegung in Stuttgart. 
Wir fordern auf zum Dialog statt Knüppelei.


Innenminister Rech und der Polizeipräsident als Verantwortliche müssen zurücktreten. 
Der Baustopp muss jetzt kommen, ohne eine Volksabstimmung kann man dieses Projekt
Stuttgart 21 nicht durchführen.
 Eine Entscheidung über Stuttgart 21 ist auch eine Entscheidung, die Baden betrifft.

Kundgebung am 02. Oktober am Regierungspräsidium (Basler Hof, Kaiser-Josef-Straße)
um 12.00 Uhr

: Es sprechen u.a. Axel Meyer (BUND), Hannes Linck (VCD), Matthias Deutschmann (Kabarettist), Reinhold Pix (Grüne), Walter Krögner (SPD), Peer Vilwock (Linke), Michael Moos (Unabhängige Listen)

Zur Kundgebung am Samstag, 02.10. um 12.00 Uhr, Kaiser-Josef-Straße, vor dem Regierungspräsidium rufen auf:

  • BUND Regionalverband Südlicher Oberrhein

  • VCD Südlicher Oberrhein e.V.

  • AK Wasser im Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz e.V.

  • Bündnis 90/ Die Grünen Kreisverband Freiburg und Breisgau Hochschwarzwald

  • SPD Kreisverband Freiburg und Jusos Freiburg

  • Fraktionsgemeinschaft Unabhängige Listen
  • Die Linke Kreisverband Freiburg und Linksjugend-solid
  • Bezirksverband Freiburg der Piratenpartei Deutschland
  • Matthias Deutschmann, Kabarettist

Mahnwache zu Stuttgart 21 – “Herr Rech – treten Sie zurück!”

30. September 2010 Keine Kommentare

Aus aktuellem Anlass rufen wir zu einer friedlichen Mahnwache bezüglich der Eskalation in Stuttgart wegen S21 auf – Treffpunkt ist 20:00 auf dem Rathausplatz. Alle sind dazu eingeladen, natürlich auch Vertreter weiterer Parteien.

Zuvor gibt es um 18:00 auch ein Treffen zum lauten – aber friedlichen! – Protest vor dem Basler Hof (Sitz des Regierungspräsidenten) – Kaiser-Joseph-Str. 167, Freiburg (Richtung Siegesdenkmal).

Im folgenden dazu eine Pressemitteilung der Piratenpartei Baden-Württemberg:

Herr Rech – treten Sie zurück!

Verletzte Schüler, blutende Senioren und zerstörtes Vertrauen überall – das ist die traurige Bilanz der Eskalationspolitik von Innenminster Heribert Rech. Statt in einen sachlichen Dialog mit den Gegner von Stuttgart 21 zu treten, zwingt die Landesregierung die Polizei, selbst Schüler und Rentner mit Wasserwerfern, Tränengas, Pfefferspray und Schlagstöcken anzugreifen. Der Innenminister hat offenbar jedes Augenmaß im Umgang mit seinen Mitbürgern verloren.

“Die Bilder der S21-Proteste und die übermäßige Polizeigewalt gegen friedliche Demonstranten sprechen eine überdeutliche Sprache. Herr
Innenminister, Sie sind heute untragbar geworden! Übernehmen Sie die Verantwortung für Ihre Entscheidungen und treten Sie zurück!” fordert Sebastian Nerz, Vorsitzender des Landesverbandes Baden-Württemberg. “Nicht die Demonstranten sind es, von denen undemokratische Gewalt ausgeht. Erkennen Sie das endlich an und tun Sie ihren Teil zur Ermöglichung einer friedlichen Auseinandersetzung. Wasserwerfer und Tränengas gegen Kinder und ältere Menschen einzusetzen ist eines demokratischen Rechtsstaates nicht würdig.”

Bei dem Polizeieinsatz gegen eine friedliche Demonstration im Stuttgarter Schloßpark wurden Medien- und Augenzeugenberichten zufolge dutzende Menschen zum Teil schwer verletzt, die Stuttgarter Zeitung spricht beispielsweise von “Bürgerkriegsähnlichen Zuständen”. Inbesondere kam es auch zu Wasserwerfer-Einsätzen gegen die Teilnehmer einer angemeldeten und genehmigten Schülerdemonstration.

Links:

* Blutender Demonstrant:
http://www.taz.de/uploads/hp_taz_img/xl/stuttgart21-neuwasser.20100930-15.jpg

* (gleiches Bild, andere Perspektive: http://twitpic.com/2tbtod )

*Wasserwerfereinsatz:
http://www.taz.de/uploads/hp_taz_img/full/stuttgart21-wasser2.20100930-15.jpg

* Bürgerkriegsähnliche Zustände:
http://www.stuttgarter-zeitung.de/stz/page/2649130_0_9223_-mittlerer-schlossgarten-polizei-setzt-wasserwerfer-ein.html

* Fotos eines Teilnehmers:
http://www.flickr.com/photos/cymaphore/sets/72157625066025766/

“Tuttlingen sagt Nein!” – Piraten Freiburg solidarisieren sich

17. September 2010 3 Kommentare

Tuttlingen sagt Nein!

Die ist eine Stellungnahme des Bezirksverbandes Freiburg der Piratenpartei Deutschland

Der Bezirksverband Freiburg der Piratenpartei Deutschland spricht sich gegen die Einrichtung einer Geschäftsstelle des Landesverbandes der Nationaldemokratischen Partei Deutschlands (NPD) in Tuttlingen aus und unterstützt den Protest der Bürger in der Initiative “Tuttlingen sagt nein!”.

Die Piratenpartei Deutschland (PIRATEN) bekennt sich klar zur freiheitlichen demokratischen Grundordnung gemäß dem Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland; Menschen-, Grund- und Bürgerrechte sind Kernthemen der PIRATEN.

Extremistische Politik – egal ob rechts- oder linksextremistisch – sowie Intoleranz und Xenophobie dürfen nicht salonfähig gemacht werden. Der Widerstand der Bürger gegen eine solche Politik muss ernst genommen werden. Dafür setzen sich die PIRATEN ein – nicht nur im Landkreis Tuttlingen.

Der Stammtisch der Piraten Freiburg solidarisiert sich mit den Tuttlinger Bürgern und schließt sich der Stellungnahme des Bezirksverbands an.

Infostand am Samstag – Piraten informieren

3. September 2010 Keine Kommentare

Am kommenden Samstag werden wir von 10:00 Uhr bis 17:00 Uhr einen Infostand in der Innenstadt von Freiburg veranstalten. An der Ecke Kaiser-Joseph-Straße/Schiffstraße (beim Modehaus Kaiser) können die Bürger die Piraten aus ihrer Region und einige der Bewerber zur kommenden Landtagswahl kennenlernen.

Die Landtagswahl im März 2011 scheint zwar noch in ferner Zukunft zu liegen, dennoch müssen bis dahin brisante Themen diskutiert und die Bürger von unserem Landtagswahlprogramm überzeugt werden.

Um in Baden-Württemberg überhaupt zur Wahl zugelassen zu werden, benötigen wir pro Wahlkreis bzw. Kandidat jeweils 150 Unterstützungsunterschriften. Bei 70 Wahlkreisen bedeutet dies, dass wir insgesamt 10.500 Unterschriften sammeln müssen, um flächendeckend antreten zu können und um die Piraten als Wahloption auf die Wahlzettel zu bekommen.

Unterstützungsunterschriften können all diejenigen leisten, die im entsprechenden Wahlkreis auch wahlberechtigt sind (also dort mit ihrem Hauptwohnsitz gemeldet sind), das 18. Lebensjahr vollendet haben und die deutsche Staatsbürgerschaft besitzen.

Unterschriften sammeln für die Wahlzulassung

Unterschriften sammeln für die Wahlzulassung

In welchem Wahlkreis der eigene Hauptwohnsitz oder der von Familienangehörigen / Freunden / Bekannten genau liegt, kann man über die PLZ-Suche unter http://ltw.piratenpartei-bw.de prüfen. Dort findet man die Formulare aus ganz Baden-Württemberg. Für die Unterstützung der Zulassung danken wir dir im Namen aller Piraten im Land schon im Voraus!

(Bitte beachten, dass wir die Formulare im Original vorlegen müssen – sie dürfen daher nach Unterzeichnung (Adresse, Geburtsdatum und Unterschrift nicht vergessen!) nicht gescannt oder gefaxt werden. Am besten also per Post an den Bezirksverband, die Kandidaten oder Ersatzkandidaten (deren Adressen man auf dem Formular findet) oder einfach auf dem nächsten Stammtisch oder Infostand abgeben.)

Zusätzlich werden wir selbstverständlich auch über die Piratenpartei im Allgemeinen und aktuell über die Initivative §108e (eine Initiative/Petition gegen Abgeordnetenbestechung in Deutschland) im Speziellen informieren.

Piraten Emmendingen wählen Landtagskandidaten

14. Juli 2010 Keine Kommentare

Auch unwetterartige Regenfälle, Blitz und Donner konnten die Emmendinger Piraten nicht davon abhalten am 12. Juli ihre Kandidaten für die Landtagswahl Baden-Württemberg 2011 zu wählen. Somit sind wir nun unserem Ziel, in allen 70 Wahlkreisen Baden-Württembergs Kandidaten aufzustellen, wieder einen weiteren Schritt näher gekommen.

Die Aufstellungsversammlung fand im „Mehlsack“, einer rustikalen und gemütlichen Kneipe in Mundingen/Emmendingen, statt. Eingeladen waren 14 Mitglieder aus dem Wahlkreis Emmendingen, wovon sieben Mitglieder erschienen und sechs auch wahlberechtigt waren.

Natürlich war auch eine handvoll Freiburger Piraten mit dabei, um die Elzpiraten, unsere erste und einzige Crew, bei der Aufstellungsversammlung tatkräftig zu unterstützen. Auch der Bezirksschatzmeister kam extra aus dem Schwarzwald-Baar-Kreis, um zu akkreditieren und als Versammlungsleiter für einen korrekten Ablauf zu sorgen.

Martin Rotzinger  Marco Rosenthal
(links: Martin Rotzinger, rechts: Marco Rosenthal)

Ohne Gegenstimme wurde Martin Rotzinger (26, Physiksstudent aus Elzach) gewählt. „Ich ziehe Sachlichkeit blindem Aktionismus vor und hoffe, dass dies die Wähler am 27. März 2011 genauso sehen“, so der Mitbegründer der Elzpiraten.

Als Ersatzkandidat wurde einstimmig Marco Rosenthal (31, Diplom-Informatiker aus Gutach) bestätigt. Er möchte mit allen Kräften den Kandidaten im Wahlkampf unterstützen: „Um mit unserem basisdemokratisch beschlossenen Wahlprogramm in den Landtag einziehen zu können, dürfen wir die ländlichen Regionen und deren individuelle Bedürfnisse nicht aus den Augen verlieren.”

Für den Regierungsbezirk Freiburg stehen nun nur noch die Aufstellungsversammlungen für Lörrach (am 19.07.2010) sowie Waldshut (am 24.07.2010) an – danach ist der Bezirk komplett aufgestellt.

AdACTA Day in Freiburg und Waldkirch

29. Juni 2010 Keine Kommentare

Am gestrigen Montag begann im schweizerischen Luzern die neunte geheime Verhandlungsrunde zum Handelsabkommen ACTA. Die Piratenpartei rief im Vorfeld zum “AdACTA Day” auf und auch der Stammtisch Freiburg und die Crew Elzpiraten waren Samstag in Freiburg und Waldkirch mit Infoständen dabei.

Infomaterial ACTA-Infostand
In Freiburg erhielten wir bei Sonnenschein tatkräftige Unterstützung von den Offenburger Piraten. So manches überraschte Gesicht zeigte uns, dass wir Piraten weiterhin noch nicht allen Bürgern ein Begriff sind. Wir konnten Gespräche mit interessierten Bürgern führen, zahlreiche Unterschriften für unsere Landtagskandidaten sowie für die 108e- und ACTA-Petitionen sammeln und auch bei Nicht-Freiburgern Neugier auf die Piratenpartei und unsere Themen wecken. Ingesamt betrachtet war es also eine gelungener Aktion, auch wenn am eigentlich Thema ACTA – manchen Bürgern wohl noch zu abstrakt und fern – leider eher wenig Interesse bestand.


Direkt am Marienbrunnen in Waldkirch konnten auch die Elzpiraten mit neuem Piratensonnenschirm und selbstgebastelten Kundenstoppern die interessierten Blicke zahlreicher Marktbesucher auf sich ziehen. Dabei sorgten sie bei dem ein oder anderen Passanten – nach ihrem ersten Waldkircher Infostand im April – für ein Déjà-Vu. Neben netten Gesprächen und lebendigen Diskussionen über die Piratenpartei im Allgemeinen konnten zudem zahlreiche Unterschriften für die Initiative §108e gesammelt werden.

Hingegen gestaltete sich der Einstieg in die ACTA-Problematik oft schwierig, da nur wenige Gesprächspartner mit dem Thema und dessen Gefahren bereits vertraut waren – ganz im Sinne der Verantwortlichen aus Poltik und Wirtschaft. Wer jedoch ein paar Minuten Zeit für unsere Informationen erübrigen konnte, äußerte sich durchweg entrüstet und ungläubig ob der Tatenlosigkeit unserer parlamentarischen Vertreter und war entschlossen, die zukünftige Entwicklung des ACTA-Verfahrens kritisch zu verfolgen.

Warum ACTA wirklich alle betrifft, kann man hier nachlesen:
http://web.piratenpartei.de/100617-ACTA-betrifft-Jeden

Piratenpartei Baden-Württemberg sagt etablierten Parteien mit stark erweitertem Programm den Kampf an

15. Juni 2010 Keine Kommentare

Am vergangenen Wochenende hat die Piratenpartei Baden-Württemberg in Konstanz ihr Wahlprogramm für die kommende Landtagswahl 2011 deutlich erweitert und verabschiedet.

“Wir sind hier, um Bürger und Politik wieder näher zusammen zu bringen. Es wird Zeit für einen politischen Wechsel in Baden-Württemberg”, so der Vorsitzende des Landesverbands, Sebastian Nerz, in seiner Begrüßungsrede.

Über 154 Satzungs- und Programmanträge, die zahlreiche Piraten und Sympathisanten zuvor im Internet formulierten und diskutierten, wurden basisdemokratisch abgestimmt. Die wachsende politische Erfahrung der Piraten und die große Beteiligung im Vorfeld führten diesmal zu einem sehr effizienten Parteitag mit einer zeitlichen Punktlandung am Ende.

Den teilnehmenden Freiburger Piraten waren insbesondere die Themen Energie, Umwelt und Kultur die Hauptanliegen:

Im Bereich Energiepolitik gab es ein klares Bekenntnis zum Ausstieg aus der Atomenergie und zu mehr Kostentransparenz bei den Energiegewinnungsformen. Das Ziel sind mehr dezentral erzeugte erneuerbare Energien. Energieerzeugermonopole sollen durch eine eigentumsrechtliche Entflechtung der Stromnetze aufgebrochen werden. Auch die Trinkwasserversorgung gehört in die öffentliche Hand. Ein Verbandsklagerecht soll Umweltschützern zu mehr Mitspracherecht verhelfen.

Beim Thema Kultur erkennt die Piratenpartei Baden-Württemberg klar Subkultur als einen wichtigen und gleichberechtigten Teil einer kulturell und sozial vielfältigen Gesellschaft an. Auch soll mit der Förderung von offenen Arbeitsstrukturen jedem Bürger auch offline genug Raum gegeben werden, sich kreativ und künstlerisch ausleben zu können. “Mit diesem Schritt gibt eine große Partei Subkulturen das erste Mal ausdrücklich politische Anerkennung und bezieht klar Stellung gegen Abgrenzung und Diskriminierung” so Fabian ‘Cruel’ Baur, Landtagskandidat für Freiburg I und Stellvertretender Vorsitzender des Bezirksverbands Freiburg.

Auch sonst wird mehr Gleichberechtigung gefordert, sei es das kommunale Wahlrecht für Ausländer oder die echte Gleichstellung gleichgeschlechtlicher Lebenspartnerschaften.

“Auch in Politik und Arbeitswelt muss es wieder gerechter zugehen”, so der Politische Geschäftsführer der Landespiraten und Betriebsratsvorsitzende eines großen Halbleiterunternehmens in Freiburg, André Martens. “So sollen der Einsatz von Leiharbeitern und Praktikanten gerechter gestaltet und die Zwangsmitgliedschaft in Kammern und Verbänden abgeschafft werden.”

“Demokratie kann nicht von oben herab gelebt werden”, betont Vorsitzender Nerz. “Kommunen müssen wieder mehr Mitspracherecht und Finanzkraft bekommen. Gerade in Baden-Württemberg als Flächenland mit sehr industrialisierten Regionen einerseits und stark ländlichen Gebieten anderererseits brauchen wir eine Landschaftsplanung, die auf die Beteiligung aller setzt. Kommunen, die sparsam im Flächenverbrauch sind, sollen belohnt werden. Auch über neue Vorrangflächen für erneuerbare Energien darf nicht allein das Land entscheiden. Die Bürger vor Ort sollen das tun, so wie sie auch mehr Beteiligung bei der Stadtplanung als auch bei finanziellen Entscheidungen in Form von Bürgerhaushalten erhalten sollen.” In Freiburg beispielsweise konnten die Bürger 2008 erstmals bei einem Beteiligungshaushalt über Schwerpunkte im Stadtetat mitentscheiden.

Eine weitere Privatisierung der staatlichen Krankenhäuser als auch die Einführung der elektronischen Gesundheitskarte lehnen die Piraten ab. Im Bereich Verkehr sollen Modellversuche klären, wie sich ein kostenloser ÖPNV auswirken würde. Im ländlichen Bereich sollen Bürgerbusprojekte bezuschusst werden, um den dort teilweise unzureichenden ÖPNV zu ergänzen.

Das Kernthema Transparenz wurde auf viele Bereiche ausgedehnt und angewandt, ob es nun um Kosten bei der Energieerzeugung, den Verbraucherschutz, die Planung von kommunalen Großprojekten oder die Risiken geht, die Landesbanken bei ihrer Kreditpolitik eingehen. Auch fordern die Piraten, Wirtschaftsubventionen regelmäßig auf ihre Zielsetzung zu überprüfen.

Im Bereich der Telekommunikation setzt sich die Piratenpartei Baden-Württemberg für einen flächendeckenden Ausbau der Breitbandinfrastruktur und im öffentlich-rechtlichen Rundfunk für eine längere Verfügbarkeit der gebührenfinanzierten Inhalte und deren Veröffentlichung unter freien Lizenzen im Internet ein.

“Ich bin sehr stolz auf unser Programm, das eindrucksvoll zeigt, dass wir Kompetenzen in vielen Bereichen dazugewonnen und dort auch Einigkeit erzielt haben. Wir stehen für einen gänzlich neuen offenen Politikstil”, so Geschäftsführer Martens, der selbst als Landtagskandidat für Freiburg II antritt. “Der Wahlkampf kann kommen. Wir werden die etablierten Parteien das Fürchten lehren.”

PIRATEN laden ein zur Bezirksverbandsgründung

2. Juni 2010 Keine Kommentare

Der Landesverband Baden-Württemberg der Piratenpartei Deutschland gründet am Sonntag, den 06. Juni 2010, für den Regierungsbezirk Freiburg ihren vierten und somit letzten Bezirksverband in Baden-Württemberg.

Zu dieser Gründungsversammlung laden die PIRATEN alle Mitglieder und interessierten Gäste recht herzlich ein. Es besteht auch vor Ort noch die Möglichkeit, spontan Mitglied zu werden und bei der Gründung des Bezirksverbandes aktiv mitzuwirken. Auf der Tagesordnung stehen unter anderem der Beschluss der Satzung und die Wahl des Bezirksvorstandes.

Die Daten zur Gründungsversammlung:
Datum: 06. Juni 2010
Zeit: ab 10:00 Akkreditierung, Beginn 11:00, max. Ende 20:00
Café Velo (direkt am Hauptbahnhof Freiburg)
Wentzingerstraße 15 | 79106 Freiburg
(www.cafe-velo.de)

Der Regierungsbezirk Freiburg umfasst die kreisfreie Stadt Freiburg und die Landkreise Ortenau, Emmendingen, Breisgau-Hochschwarzwald, Lörrach, Waldshut, Konstanz, Tuttlingen, Rottweil sowie den Schwarzwald-Baar-Kreis. Als direkte Untergliederung des Landesverband Baden-Württemberg der Piratenpartei Deutschland wird der Bezirksverband somit erster Ansprechpartner und Verwalter der über 230 Piraten im Regierungsbezirk. Momentan sind dort sieben Stammtische und Crews aktiv, weitere befinden sich in der Gründung.

Die Piratenpartei Deutschland wurde 2006 gegründet und ist inzwischen die siebtgrößte Partei Deutschlands nach Bündnis 90/Die Grünen. Sie besitzt in allen Bundesländern Landesverbände, und in Baden-Württemberg präsentiert sie sich zudem mit zahlreichen lokalen Stammtischen.

Eine der wichtigsten Aufgaben des neu zu gründenden Bezirksverbands im Regierungsbezirk Freiburg wird darin bestehen, die Landtagswahl Anfang 2011 mit vorzubereiten. Damit die PIRATEN im gesamten Regierungsbezirk wählbar sind, müssen in 14 Wahlkreisen Kandidaten aufgestellt und für diese jeweils 150 Unterstützerunterschriften gesammelt werden - das klare Ziel ist der Einzug der Piratenpartei in den Stuttgarter Landtag.

Aufruf zur Sammlung von Unterstützerunterschriften

29. Mai 2010 3 Kommentare

Wie bereits berichtet, haben die PIRATEN ihre Kandidaten zur Landtagswahl Baden-Württemberg 2011 für die Wahlkreise Freiburg I (46), Freiburg II (47) sowie Breisgau (48) aufgestellt: Fabian ‘Cruel’ Baur für Freiburg I, André Martens für Freiburg II sowie Florian Zumkeller-Quast für Breisgau.

Damit ist es aber noch nicht getan:
Damit die Kandidaten zur Wahl auch zugelassen werden, benötigen sie aus ihrem jeweiligen Wahlkreis mindestens 150 bestätigte Unterstützerunterschriften. Diese Unterschriften sind dabei natürlich kein Versprechen, den jeweiligen Kandidaten auch zu wählen, sondern lediglich die Aussage “Ich möchte, dass dieser Kandidat für die Piratenpartei im meinem Wahlkreis zur Wahl antreten darf.”

Die Piratenpartei Baden-Württemberg hat sich das klare Ziel gesetzt, 2011 in den Stuttgarter Landtag einzuziehen; dazu werden die PIRATEN in jedem der 70 Wahlkreise einen Bewerber aufstellen – was jedoch nur funktioniert, wenn für jeden Wahlkreis auch die 150 Unterschriften vorliegen.

Hiermit bitten wir jeden Piraten, Nicht-Piraten und generell jeden Freund der Demokratie um Mithilfe: Ermöglicht uns mit eurer Unterschrift an der Landtagswahl Baden-Württemberg 2011 anzutreten.

Dazu kann man sich entweder direkt an die Kandidaten oder Ersatzkandidaten wenden, um ein entsprechendes Formular zu erhalten, oder man besucht einen unserer nächsten Stammtische oder Infostände/Aktionen. Außerdem besteht auch die Möglichkeit sich die jeweiligen Formulare für sich und seine Freunde/Familie auszudrucken und korrekt ausgefüllt mit Originalunterschrift (keine Kopie o.ä.) per Post oder persönlich an die Kandidaten weiter zu leiten:

Eine Übersichtsseite aller Wahlkreise in Baden-Württemberg wo bereits Kandidaten aufgestellt sind und entsprechende Formulare digital vorliegen, findet sich hier: http://wiki.piratenpartei.de/Landesverband_Baden-Württemberg/Landtagswahl_2011/Unterschriften

Gerne kann das entsprechende Formular auch an Freunde und Familie aus den jeweiligen Wahlkreisen weitergeleitet werden!

Eine Seite mit weiteren Infos sowie dem Stand der Sammlung – spezifisch für die Wahlkreise Freiburg I, Freiburg II und Breisgau – findet man unter: http://wiki.piratenpartei.de/Stammtisch_Freiburg/Unterstützerunterschriften_LTW11
Direktlinks zu den Formularen befinden sich auch am Ende dieses Blogposts (Dennoch bitte die Hinweise beachten!).

Wir freuen uns über jegliche Unterstützung – auch wenn sie noch so gering ist. Wir wollen – müssen! – in den Landtag und die Chancen dafür stehen gar nicht schlecht, vor allem wenn auch jede und jeder mit anpackt.

Klarmachen zum Ändern!


Unterschriften-Formular für Wahlkreis 46 / Freiburg I
Unterschriften-Formular für Wahlkreis 47 / Freiburg II
Unterschriften-Formular für Wahlkreis 48 / Breisgau

Categories: Allgemein Tags: